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Stavanger

Mit 119.586 Einwohner ist Stavanger die viertgrößte Stadt Norwegens. Am Nord-Jaeren in der Fylke Rogaland liegt die Stadt Stavanger. Gleichzeitig ist die Stadt eine eigenständige Kommune.
Auf dem Festland und den bebauten Inseln Hundvag, Buoy, Austre Amoy, Langoy, Bjornoy, Roaldsoy, Ormoy, Steinsoy, Engoy, Solyst, Grasholmen, Vassoy, Lindoy, Hellesoy, Tunsoy und Kalvoy.
67,67 Quadratkilometer beträgt die Gesamtfläche von Stavanger. 3,5 Quadratkilometer machen Binnengewässer aus. Die größten Binnengewässer sind Store Stokkavatn, Halandsvatnet und Mosvatnet. Das Breiavatnet liegt mitten im Zentrum neben dem Dom. Keine norwegische Kommune hat solch einen hohen Anteil an bebautem Stadtareal wie Stavanger. Bebaute Fläche sind 43,23 Quadratkilometer. Der Rest der Fläche verteilt sich auf landwirtschaftliche Fläche und Grünfläche.


Geschichte

Das Stadtrecht erhielt Stavanger im Zusammenhang mit der Etablierung des Bischofssitzes. Zwischen 1122 und 1125 wurde das Bistum Stavanger geschaffen. Der Bau des Domes begann in der Amtszeit des ersten Bischofs, Reinald fra Winchester.
Vollständiges Marktrecht erhielt Stavanger am 16. August 1425, jedoch blieb die Einwohnerzahl weiterhin niedrig. Die Stadt begann erst im 16. Jahrhundert zu wachsen und die Anzahl der Bewohner stieg von 800 um 1600 auf mehr als 1.460 vor dem großen Brand im Jahre 1684.
Einen wirtschaftlichen Aufschwung gab es erst ab dem 18. Jahrhundert an, der für ein beständiges Wachstum der Stadt sorgte. Erst durch Fischfang (Hering), später durch die Schifffahrt und schließlich durch die Konservenindustrie blühte Stavanger auf.
Im 19. Jahrhundert stieg die Einwohnerzahl um das Neunfache an. Auch begannen sich nun zahlreiche religiöse Gemeinschaften zu etablieren.
Stavanger veränderte sich nach den Ölfunden in den 1960er Jahren zu einer modernen Großstadt. Im Großraum Stavanger leben heute ca. 200.000 Menschen.


Wirtschaft

In Stavanger haben viele internationale Ölfirmen ihren Sitz, darunter auch das größte norwegische Unternehmen Statoil, da die meisten Ölvorkommen Norwegens etwa 300 Kilometer westlich von Stavanger in der Nordsee liegen. Das Norwegische Ölmuseum wurde im Jahre 1999 eingeweiht. Für die Produktion von Konserven ist die Stadt weiters bekannt. Über 50 Konservenfabriken gab es in den 50er Jahren in der Stadt, die letze wurde jedoch 2002 geschlossen. In einer alten Konservenfabrik in der größten Holzhaussiedlung in Altstavanger gibt es ein Konservenmuseum.


Kultur

Das MaiJazz-Festival findet jedes Jahr im Mai statt. Dieses Festival in Stavanger ist eine große internationale Veranstaltung für Jazzmusik. Außerdem findet Anfang August das Internationale Kammermusik-Festival statt. Zusammen mit Liverpool trägt Stavanger im Jahr 2008 den Titel „Europäische Kulturhauptstadt“.


Sehenswürdigkeiten

Das historische Zentrum bilden das alte Stadtzentrum östlich des alten Hafens und das Viertel Gamle Stavanger. Von weiß gestrichenen Holzhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert wird Gamle Stavanger rund um Ovre und Nedre Strandgate bestimmt. Das Konservenmuseum steht in Gamle Stavanger.
Der Dom, der um 1125 errichtet wurde, ist der Mittelpunkt der Stadt. Die Geschichte der Ölförderung in Norwegen und teilweise auch in anderen Ländern mit vielen Details ist im norwegischen Ölmuseum abgebildet. Dort findet man viele Modelle und Originalgerätschaften. In einer begehbaren Mini-Bohrinsel wird das Leben auf einer Bohrinsel dargestellt.