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Rondane-Nationalpark

Der älteste Nationalpark Norwegens ist der Rondane-Nationalpark. In diesem Nationalpark gibt es zehn Berggipfel, die höher als 2000 Meter sind. Der Rondslottet mit 2.178 Metern ist der höchste Berggipfel des Rondane-Nationalparks. Weiters stellt er einen wichtigen Lebensraum für Herden wilder Rentiere dar. In der Nähe der Stadt Otta liegt der Rondane-Nationalpark und wurde am 21. Dezember 1962 gegründet. Im Jahre 2003 wurde er um 383 Quadratkilometer auf eine Fläche von 963 Quadratkilometer erweitert.
Durch Berge und Täler wird die Landschaft deutlich geteilt. Die große Storronden-Rondslottet-Gruppe von dem Smiubelgen wird durch das tiefste Tal getrennt. Der schmale See Rondvatnet, der auch die Mitte des Rondane-Nationalparks bildet, liegt zwischen den steil abfallenden Hängen dieses Tals. Von ihm aus können alle über 2000 Meter hohen Gipfel in weniger als einem Tag zu Fuß erreicht werden.


Flora und Fauna

Der Rondane-Nationalpark ist einer der wenigen Plätze in Skandinavien, an denen wilde Rentiere gefunden werden. Rondane wird von der norwegischen Naturschutzbehörde als besonders wichtigen Lebensraum für einheimische Rentiere gesehen. Ungefähr 2000 bis 4000 Rentiere leben in Rondane und im nahe gelegenen Dovre Naturpark. In den 1990er Jahren wurden Wanderwege versetzt um die Renpopulation in ihrem Kerngebiet zu schützen. Die Vergrößerung des Rondane-Nationalpark, die im Jahre 2003 erfolgte, wurde ebenfalls zum Schutz der Rentiere vorgenommen.
In den Randzonen des Parks kommt anderes großes Wild, darunter Rehe und Elche, vor. Auch Moschusochsen sind gelegentlich zu sehen, die als Herde in dem nahegelegenen Dovre-Nationalpark leben. Im Park leben weiters Vielfraße und Braunbären. Wölfe sind dagegen selten geworden.
Auf den trockenen und nährstoffarmen Böden und den Felsen findet man vorwiegend Heidekraut, robuste Gräser und Flechten. Fast völlig öde sind die höchsten Berge. Nur noch die robusten Flechten wachsen über 1.500 Metern auf den bloßen Steinen. Der Gletscher-Hahnenfuß, einer der gut angepassten Blütenpflanzen, wächst in eine Höhe bis 1.700 Metern.
In hohem Maße ist das Rentier auf Flechten (vor allem die Rentierflechte) angewiesen. Damit dienen die Flechten als Nahrung für die Rentiere, die dann den Boden durch ihren Kot düngen. Dadurch können auch weniger anspruchslose Pflanzen gedeihen, die ihrerseits Nahrung für Mäuse und Lemminge liefern.


Tourismus

In fast allen Gebieten des Rondane-Nationalpark ist es den Besuchern erlaubt, frei zu wandern und zu zelten, außer in der unmittelbaren Umgebung der Berghütten. Es gibt, außer dem Verbot motorisierten Verkehrs, kaum weitere Einschränkungen. Mit Linzenz sind auch Fischen und Jagen möglich.
Als Service für die Wanderer führt und besitzt der norwegische Bergwanderverein ein Netz an Berghütten. Die zentrale Hütte Rondvassbu am südlichen Ende des Sees Rondvatnet findet man im Rondane-Nationalpark. Am nördlichen beziehungsweise östlichen Rand des Parks liegen die Berghütten Grimsdalshytta, Doralseter und Bjornhollia. Diese Hütten werden bewirtschaftet und bieten Verpflegung und Unterkunft für die Wanderer. Allerdings gibt es auch unbewohnte Hütten, wie die Eldabu, die man mieten kann.
Auch im Winter sind die Hütten geöffnet, bieten jedoch außerhalb der Saison nur Selbstbedienung an.